Das BZPG profitiert als eine der ersten Pflegeschulen in NRW vom „DigitalPakt Schule des Landes NRW“.

„Digitaler Unterricht“ – dieses Schlagwort macht momentan die Runde. Denn die Corona-Pandemie hat Bewegung in die notwendige Digitalisierung gebracht. Das „Bildungszentrum für Pflege und Gesundheit“ hat nun ein großes Ziel erreicht: Mit digitalen Lernplattformen und digitalen Medien zieht der Unterricht 4.0 in die renommierte Pflegeschule ein. Denn: Für eine moderne Aus- und Weiterbildung ist digitales Lernen heute grundlegend.

Die Weichen für digitale Prozesse und damit für die Zukunft wurden schon 2018 gestellt. Bereits im Gründungsjahr nämlich startete die Pflegeschule mit einer hauseigenen, modernen Website – und mit eigenen Kanälen bei Facebook und Instagram. 2019 kamen digitale Lernplattformen und breitgefächerte Online-Möglichkeiten für alle Mitarbeitenden, Auszubildenden und Teilnehmenden der Fort- und Weiterbildungen hinzu. Von dieser vorausschauenden Digital-Strategie profitiert die Pflegeschule täglich – nicht nur in Corona-Zeiten.

Wie sieht die „digitale Schule“ nun konkret aus? Bei der Lernplattform entschied sich das BZPG für „Moodle“. Dieses Tool hat sich schon an Hochschulen bestens etabliert – und ermöglicht interaktiven, digitalen Unterricht. Mit den Dozenten chatten? Kein Problem! Lerninhalte hochladen? Aber sicher! Parallel dazu wurde „Zoom“ für Online-Seminare eingeführt. Auf diese Weise fand schon innerhalb der ersten Corona-Welle der Unterricht im BZPG recht schnell statt. Und nicht nur das: Über das Tool „Publish“ lassen sich Fort- und Weiterbildungen auswählen. Außerdem können Auszubildende Infos zum Unterricht aufrufen und ihre Stundenpläne, Einsatzpläne oder Noten einsehen.

Partner beim „DigitalPakt Schulen“ des Landes NRW
Hilfreiche Unterstützung für die Digitalisierung des BZPG kommt vom Land NRW: Mit dem „DigitalPakt Schulen“ unterstützt die Politik auch Pflegeschulen. „Ein wichtiger Impuls“, freut sich Thomas Kutschke, Geschäftsführer des BZPG. „Wir haben die Zeit von April bis Juni genutzt, um den umfangreichen Förderantrag zu stellen. Hierfür haben wir unser detailliertes Digitalisierungs-Konzept vorgelegt und unsere Ausschreibungen für Dienstleister aus dem Elektro- und IT-Bereich nachgewiesen.“

Mehr als 100.000 Euro für das digitale Lernen
Die gute Nachricht: Der Förderantrag wurde bewilligt. Für das Bildungszentrum stehen somit rund 90.000 Euro Fördermittel für den Digitalausbau zur Verfügung. Diese stockt das BZPG noch mit eigenen Mitteln auf, so dass rund 115.000 Euro in die Ausweitung der digitalen Infrastruktur der renommierten Pflegeschule investiert werden.
„Außerdem freuen wir uns, starke Partner vor Ort gefunden zu haben, die mit uns die digitale Erweiterung realisieren werden“, berichtet Thomas Kutschke. So ist der IT-Dienstleister der StädteRegion Aachen „regio iT“ mit an Bord und der Meisterbetrieb „Elektro Ohligschläger“ aus Würselen.

Whiteboards, Tablets und leistungsfähiges WLAN
In den nächsten Wochen und Monaten wächst die digitale Schule Schritt für Schritt: In allen Klassenräumen werden digitale Tafeln installiert, sogenannte interaktive Whiteboards. Diese modernen Tafeln ersetzen die klassischen Kreidetafeln und machen Overhead-Projektoren, Beamer und Flipcharts überflüssig. Es wird einen eigenen Server-Raum geben und leistungsfähiges, flächendeckendes WLAN. Auf diese Weise kann zeitgleich und trotzdem mit hoher Internet-Geschwindigkeit an Whiteboards und Tablets gearbeitet werden – ein großer Vorteil für den Unterricht und alle Tätigkeiten in der Verwaltung.

Auch bei den digitalen Geräten, die zum Lernen benötigt werden, stockt das BZPG auf: In den nächsten Monaten werden den Auszubildenden bei Bedarf Mini-Tablets zur Verfügung gestellt, denn nicht alle Pflegeschülerinnen und Pflegeschüler verfügen über solch einen Tablet-Computer. Hier werden in diesem Jahr nochmals mit Unterstützung des Landes NRW 20.000 Euro in leistungsfähige Leihgeräte investiert.

„Skills Lab“: für Kompetenz in der Praxis
Und nicht nur das: Um spezielle Fertigkeiten und Fähigkeiten zu trainieren, die im Gesundheitsberuf grundlegend sind, wird ein sogenanntes „Skills Lab“ etabliert. In diesem „Labor“ lassen sich professionelle Handlungskompetenzen praktisch einüben – unterstützt durch Kameras und einen eigenen Regie-Raum.

Neuerungen Schritt für Schritt erlernen
Mit dem modernen Digital-Konzept ist das Bildungszentrum für Pflegeberufe zukunftsweisend. Wichtig ist dem Leitungsteam allerdings auch, alle Schüler und Mitarbeitenden sorgsam mit den neuen Möglichkeiten vertraut zu machen: „Die Digitalisierung bringt viele Neuerungen mit sich“, weiß Katrin Thalhofer, stellvertretende Betriebsratsvorsitzende im BZPG. „Deshalb ist es uns wichtig, unsere Lehrenden gründlich im Umgang mit der neuen Technik zu schulen. Nur so eröffnen sich die Chancen der digitalen Möglichkeiten auch in der Praxis. Unsicherheit und Sorge gehören bei solch einem Prozess dazu – doch wir werden dafür sorgen, dass jeder in unserem Haus den Weg Schritt für Schritt mitgehen kann.“

Fit für die Zukunft und beim digitalen Lernen auf dem neuesten Stand: Das ist ein weiterer Meilenstein für das BZPG – und für die Menschen in der Region Aachen. Denn: „Gesundheit und Pflege“ geht schließlich jeden etwas an.